Hitchgathering und Autostopp-Events im August

Es ist wieder soweit, der Sommer ruft uns auf die Strassen. Zum Reisen, zum Wandern, zum Rennen und zum Trampen und zum Treffen.

Es gibt einige Events, die besucht werden wollen, und wenn ihr nur nicht wisst, wo ihr hin sollt, oder wenn ihr unterwegs seid und andere Tramper*innen treffen wollt, dann spitzt eure Ohren:

  • August 20172017 Hitchgathering steht in den Startlöchern! Das zehnte Jahr als Jubiläum der Hitchgetherings wird ein Special: Ein transeuropäisches Hitchgathering das beim HitchFest in Protugal startet, weiter geht am Hauptgathering in der Traumschule in Deutschland und mit einem Post-Gathering in der Ukraine, in Shipot, endet!
  • 2 August – 6 August 2017 — Das HitchFest bündelt alle Tramper*innen in Portugal: 4 Tage Spaß bei Konzerten, Workshops und Therapien. Es werden Skills und Erfahrungen ausgetauscht. Mehr infos auch auf dem FB event!
  • 12 August – 20 August 2017European Hitchhiking Competition 2017 – die 6. Edition von Dresden, Germany nach Casablanca, Morocco
  • 18 August – 2 September 2017Tramprennen 2017 – a hitchhiking race across in Tramprennen auf verschiedenen Routen ins Baltikum, weitere Infos auf tramprennen.org

Wir wünschen viel Spass und gebt gut acht auf den Strassen,

good roads,
Ausfahrt Links

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Routenvorbereitung mit BigData

Ich bin am Weg in die Berge. Nach Eisenerz. Will dort 2 Tage wandern. Selbstverständlich trampe ich dort hin.

Da es vor allem in den österreichischen Alpen viele kurvige und mehr oder wenig gut besuchte Straßen gibt ist für mich oft die Frage, welche Umwege nehme ich für welchen Streckenvorteil in Kauf. Continue reading

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Das Tramprennen

Zu Ostern wars wieder soweit, mein zweites Tramprennen stand an. Das erste Rennen habe ich am ersten Adventwochenende des Vorjahres besucht und bin – dank der Stressbewältigungsfähigkeiten meiner Mutter, welche eine exzellente Teampartnerin war – auf Platz 7 von 10 gelandet. Diesesmal hatte ich vor meine gesammelten Erfahrungen in eine bessere Position umzuwandeln.

Von Wien bin ich über Leipzig und Potsdam getrampt, dort habe ich bei meiner Teampartnerin Sarah übernachtet und am nächsten Tag sind wir zum gemeinsamen Treffpunkt, der Raststätte Prignitz Ost auf der A24, getrampt. Unterwegs haben wir gleich in Potsdam an der Autobahnauffahrt ein weiteres Team angetroffen, welches uns nach einer kurzen, gemeinsamen Fahrt auf einen Parkplatz davongezogen ist und zwei Stunden vor uns am Treffpunkt war. Dieses Team wird uns das ganze Rennen weiterhin sehr nahe begleiten

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Die Route

Am Treffpunkt gabs für alle etwas zu Essen, alte Geschichten wurden ausgetauscht, neue Geschichten wurden am Lagerfeuer erzählt, trotz Regen und Dunkelheit schaften es alle bis auf eine Person am selben Abend anzukommen. Continue reading

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Komm mit zum Rennen!

Wir suchen eine 2. Person aus Österreich die Lust hat beim Tramprennen in Deutschland am Osterwochenende mitzumachen! Hier gibts alle weiter Info und Anmeldung! Bitte um Kontakt bei Interesse!

Ihr habt keine Lust auf Eiersuchen? Dann kommt doch zu DTSG Osterrennen. Am Osterwochenende (14.-17.04.2017) veranstalten wir unseren nächsten Sporttrampen-Wettkampf rund um die Mecklenburgische Seenplatte. Wir erwarten blühende Landschaften und frühlingshafte Temperaturen. Die Region ist durchsetzt von Seen und wird daher im touristischen Fachjargon auch das “Land der 1000 Seen” benannt. Es wird eine ausgeglichene…

via Osterrennen (14.-17.04) – Mecklenburgische Seenplatte — DTSG

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Autostoppen und die Wissenschaft

Für viele die trampen ein No-Go: In eine Schublade gesteckt werden. Ich selbst und viele meiner Freunde und Freundinnen finden, dass es keine Beschreibung gibt, unter der wir generalisiert werden wollen, als “Die Tamper/innen”.

Es gibt allerdings einiges an wissenschaftlichen Arbeiten zu der Technik des Trampens, zu den verschiedenen sozialen Aspekten und auch zu ökologischen und ökonomischen Seiten davon.

Eine Wissenschaftlerin, Maike Mewes, hat nun eine Arbeit über die Europäische Autostopp-Community und die Menschen, die sich als Teil davon identifizieren, geschrieben. Es ist auf Englisch und hat den Titel Riding With Strangers, An Ethnographic Inquiry into Contemporary Practices of European Hitchhikers.

Ich möchte Maike Mewes zu ihrer Arbeit gratulieren. Und danke sagen. Im Endeffekt liest sich der Text für mich weniger wie eine wissenschaftliche Arbeit als eine Manifesto, eine Deklaration. Es ist so viel von dem niedergeschrieben, was ich von mir als Tramper, von der Community und der Welt erwarte. Es ist sehr klar darauf geachtet, nicht normativ zu werden sondern in einer beobachtenden bzw. selbsterfahrenden Position zu lernen und zu schreiben.

Ich will diese Arbeit herzlichst allen Interessierten zur Verfügung stellen und denen, die sich oft wundern, was wir Tramper/innen denn da machen, ein 100-Seitiges Dokument vorlegen. Maikes Arbeit macht auch sehr deutlich, was ich die ganze Zeit mache.

Ich bin gespannt, was sich im wissenschaftlichen Bereich in der nächsten Zeit für Arbeiten einfinden. Ich hörte von einer weiteren Bekannten, Johanna, dass von ihr auch eine Arbeit geplant ist.

Hier gibt es noch eine generelle Liste¹ mit Arbeiten von 1966 bis heute, die sich mit Hitchhiking beschäftigen:

Autor/in Jahr Titel veröffentlicht in/bei Sprache
Chesters, G, Smith, D 2001 The Neglected Art of Hitch-hiking: Risk, Trust and Sustainability Sociological Research Online 6/3 EN
Clifford, MM, Cleary, P 1971 The Odds in Hitchhiking University of Iowa/University of Wisconsin EN
Connecticut Legislative Committee 1975 Report of the “Committee To Study The Solicitation Of Rides On Motor Vehicles” Connecticut EN
Crassweller, P et al. 1972 An Experimental Investigation of Hitchhiking The Journal of Psychology 82, pp. 43-47 EN
Dallmeyer, KD et al. 1975 Hitchhiking: a viable addition to a multimodal transportation system? Center for Urban Transportation Studies, University of Colorado at Denver EN
Delannoy, R 2011 Liften en liftgevers. Een exploratief onderzoek naar vertrouwen tussen onbekenden Universiteit Gent NL
DiMaggio, P 1971 Sociability and the Hitchhiker; unpublished honours thesis Swarthmore College, Pennsylvania EN
Fiedler, J et al. 1989 Anhalterwesen und Anhaltergefahren: unter besonderer Berücksichtigung des “Kurztrampens” BKA-Forschungsreihe Sonderband, Bundeskriminalamt Wiesbaden DE
Franzoi, S 1985 Personality Characteristics of the Cross Country Hitchhiker Adolescence 20, pp. 655-668 EN
Garner, A 2008 Risk and reward: the (lost?) art of hitchhiking University of Melbourne EN
Garner, A 2008 Time & The Hitcher University of Melbourne EN
Guéguen, N 2007 Bust Size and Hitchhiking: A Field Study Perceptual and Motor Skills, 105, 1294-1298. (doi: 10.2466/pms.105.4.1294-1298) EN
Guéguen, N 2010 Color and Women Hitchhikers’ Attractiveness: Gentlemen Drivers Prefer Red Col Res Appl, 37, 76 – 78, 2012; DOI 10.1002/col.20651 EN
Grundstad, R 1982 Anti-hitchhiking Laws Legislative Research, Legislative Administration Committee, Salem, Oregon EN
James, BH 1966 Helping and Hitchhiking Northwestern University EN
Johnson, RW, Johnson, JH 1978 A Cross-Validation Of The SN Scale On The Psychological Screening Inventory With Female Hitchhikers University of Wisconsin/University of Utah EN
Kath, C 2014 Das Trampen – eine soziale Praxis zwischen Individualtourismus und Lebensstil Augsburg University DE
Keck-Szabel, M. 2011 A cheap imitation, or tourist innovation? Polish tourism during state socialism through eastern and western eyes University of California EN
Mahood, L. 2014 Hitchin’ a Ride in the 1970s: Canadian Youth Culture and the Romance with Mobility Histoire sociale / Social History, University of Ottowa EN
Mewes, M 2016 Riding With Strangers, An Ethnographic Inquiry into Contemporary Practices of European Hitchhikers University of Hamburg EN
Morgan, CJ et al. 1975 Hitchhiking: Social signals at a distance Bulletin of the Psychonomic Society, University of Washington, Seattle EN
Mukerji, C 1978 Bullshitting: Road Lore among Hitchhikers University of California EN
Müller, A 2013 Trampen als soziale Praxis. Zwischen Individualtourismus und Konsumkritik Universität Wien DE
O’Regan, M 2012 Alternative Mobility Cultures and the Resurgence of Hitchhiking In: Fullagar, S et al., 2012; “Slow tourism: experiences and mobilities”, pp. 128-142 EN
O’Regan, M 2013 Independent Travel: Creative Tactics in the Margins e-Review of Tourism Research (eRTR), Vol. 10, No. 5/6 EN
Packer, J. 2008 Hitching the highway to hell: Media Hysterics and the Politics of Youth Mobility. In: Packer, J, 2008: Mobility without mayem. Duke University Press EN
Pomazal, RJ, Clore, GL 1973 Helping on the Highway: The Effects of Dependency and Sex Journal of Applied Social Psychology 3, pp.150-164 EN
Pudinski, W 1974 California Crimes and Accidents Associated with Hitch-hiking California Highway Patrol, Operational Analysis Section EN
Purkis, J 2012 The Hitchhiker as Theorist: Rethinking Sociology and Anthropology from an Anarchist Perspective In: Kinna, R, 2012; “The continuum companion to anarchism”, New York EN
Rinvolucri, M 1974 Hitch-hiking, or here on hitchwiki self published, London EN
Schlebecker, JT 1958 An Informal History of Hitchhiking The Historian 20, pp.305-327 EN
Schmauks, D 2003 Nonverbal Interaction between Hitchhikers and Drivers / Nonverbale Interaktion zwischen Trampern und Autofahrern Semiotica 147, 1/4, pp.209-218 / psychosozial 94, pp.119-127 EN / DE
Snyder, M et al. 1974 Staring and Compliance: A Field Experiment on Hitchhiking Journal of Applied Social Psychology, University of Minnesota EN
Tobin, N, Sexton, S 1972 Attitudes toward and the effects of physical variables on hitchhiking; unpublished masters thesis California State University, San Jose EN
Trescher, U, König, H 1987 Trampen: bekannt – unbekannt – verkannt. Eine umweltplanerische Untersuchung. Projektarbeit am Institut für Landesplanung und Raumforschung, Hannover DE
Viard, S 1999 Auto-stop. Approche géographique Université de Paris, Nanterre FR
Wechner, B 2001 A Dearth of Research: Does anyone really know anything about hitch-hiking? self published online EN
Wechner, B 2003 Experiments in Hitch-hiking: What works best? self published online EN
Vivienne Plumb 2012 Hitchhiking: the travelling female body University of Wollongong EN
Timo Riekko 2008 Maantieltä verkkoon: liftaus ja sen uudet muodot 2000-luvulla University of Jyväskylä FI

[1] http://hitchwiki.org/en/Media#Scientific_articles_and_research

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My search for hitchhikers in Austria or why I used to stop at every gasstation

I never thought I would own a car. Besides that, I never thought I would ever have a „real job“. But everything is changing constantly, so I found myself having a car which I needed for driving to my job. I considered this something bad, something that harms the environment and creates a great risk of dying or injury. Driving alone is not only extremely inefficient, but also really boring and owning a car in general makes you get too comfortable. But after discovering that I love to drive cars and changing my dogmatic beliefs, I figured I could use my car for something meaningful. It didn´t happen often that I drove alone, since blablacar and other lift-offering sites are becoming popular. When I was driving alone though, a certain feeling inside me arose. Since I had the power to decide when to stop and who to take with me, I would stop at every gasstation, filled with this hope, that was already a kind of yearning to find a hitchhiker. I know the feelings of excitement, gratitude and trust of sharing a car with an unknown, nice person, getting to know different views upon life and knowing that it´s possible to do it another way. Driving mainly through Austria my yearning for hitchhikers wasn´t satisfied at all and my own active hitchhiking-experiences in Austria support the feeling that society is not really hitchhiker-friendly. Because I want to change that, I will hitchhike more in Austria, to show drivers that hitchhikers are not the ones they should be afraid of and that it´s time to rethink their negative principles about hitchhikers. And as a driver I will continue stopping at every gasstation I can find to show hitchhikers that they are more than welcome.

– Maja

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Car Occupancy – Western Europe – Shame on Austria

Prologue:

To all the people of Austria that have ever taken hitchhikers, take hitchhiker or will take hitchhikers: THANK YOU! You make hitchhiking in Austria a beautiful and unique experience! Please keep on beeing that awesome and friendly!


So I was always trying to figure out the amount of empty seats in the cars on our road and fought through several archives (Eurostat and the likes) until today out of some random kindness google provided me with a link to this page. Continue reading

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